Prof. Dr.-Ing. Reinhold Häb-Umbach

»"The Purpose of Computing is Insight, not Numbers" R.W. Hamming -- Frei nach diesem Motto ist der Computer für uns ein Hilfsmittel, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und Lösungen zu entwickeln für Fragestellungen aus den Gebieten statistische Signalverarbeitung und Mustererkennung. Dabei werden vor allem Anwendungen in der Kommunikationstechnik und Sprachverarbeitung betrachtet.«

Elektrotechnik-Teilzeit bis Sommersemester 2013

Weiterführende Informationen

Achtung : Die hier aufgeführten Informationen sind nur für Studienanfänger ab WS 11/12 im Teilzeit-Studiengang relevant.

Die Informationsgesellschaft ist geprägt durch den rasanten technologischen Fortschritt und tief greifende Veränderungen von Arbeits- und Lebensbedingungen. Damit verknüpft ist eine unübersehbare Weiterentwicklung der Elektrotechnik und Informationstechnik, die sich auch im vielseitigen Berufsbild des Ingenieurs widerspiegelt.

Neue Herausforderungen für die Elektrotechnik und Informationstechnik bestehen gegenwärtig zum Beispiel in der Telekommunikation, hier insbesondere auf dem Gebiet der optischen Informationsübertragung, in der Miniaturisierung elektrischer Bauteile, in kundenorientierten Energieverteilungsverfahren oder in Navigationssystemen für moderne Fahrzeuge. Entsprechend setzt das Institut Elektrotechnik und Informationstechnik in Ausbildung und Forschung seine Schwerpunkte auf die Bereiche Informationstechnik, Mikrosystemtechnik und Automatisierungstechnik.

Auf dem Gebiet Informationstechnik, die sich mit dem Entwurf und der Weiterentwicklung von Systemen zur Informationsübertragung und – verarbeitung befasst, verzeichnet das Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Paderborn insbesondere auf dem Gebiet der optischen Übertragungstechnik international beachtete Erfolge. Die Paderborner Mikrosystemtechnik liefert der Industrie wichtige Impulse mit ihren hervorragenden Ergebnissen in den Bereichen Mikroelektronik, Mikromechanik und Softwaretechnik. Als entscheidendes Bindeglied der Informatik zur Welt der Anwendungsgebiete präsentiert sich die Automatisierungstechnik insbesondere im Projekt „Neue Bahntechnik“ (RailCab) innovativ und zukunftsorientiert.

Die Forschung liefert wichtige Impulse für die Gestaltung unserer Ausbildung, indem sie nicht nur wesentlich zur Aktualität und Anschaulichkeit der Vorlesungen, Seminare und Projektarbeiten beiträgt, sondern auch Anstöße zu interessanten Themen für Bachelor- und Master- Arbeiten liefert und für deren Durchführung zugleich ein hervorragend ausgestattetes Umfeld schafft.

Berufsfelder

Durch die hervorragende Ausbildung im Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik stehen Absolventen der Elektrotechnik viele Berufsfelder offen. Tätigkeitsfelder für Ingenieure und Ingenieurinnen der Elektrotechnik sind Fach- und Führungspositionen in der Elektro- und Elektronikindustrie, Computerindustrie, Telekommunikationstechnik, Automatisierungstechnik, Energieindustrie, Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie wissenschaftliche Arbeit in Forschungsinstituten. Auch in interdisziplinären Bereichen des Maschinenbaus, der Fahrzeug- und Verkehrstechnik oder der Medizintechnik sind Absolventen gefragt.

Sie übernehmen anwendungsorientierte Aufgaben wie:

  • Konstruktion
  • Hard- und Softwareentwicklung
  • Elektronikfertigung
  • Vertrieb und Marketing
  • Management
  • Entwicklung
  • Qualitätsmanagement
  • Kundenbetreuung und Schulungen
  • Technische Dokumentation

Studieninhalte

Mit dem Mobiltelefon überall erreichbar sein, Daten und Bilder aus weltweiten Netzen holen, unvorstellbare Ströme aus Bits und Bytes über Satellitenverbindungen oder Glasfaserkabel austauschen – das ist ebenso moderne Elektrotechnik und Informationstechnik wie Satellitennavigation oder sehende Roboter. Dies sind nur ein paar Beispiele aus dem faszinierenden Betätigungsfeld des Elektrotechnikingenieurs, deren Grundlagen durch das Bachelor- und Master- Studium an der Universität Paderborn vermittelt werden.

Aber nicht nur fachwissenschaftliche Grundlagen der Elektrotechnik werden in diesem Studiengang vermittelt, man erlernt darüber hinaus für das weitere Berufsleben wichtige „Softskills“ wie ganzheitliches Denken, interdisziplinäres Handeln, Fähigkeit im Erkennen und Auswerten technischer Zusammenhänge, Denken in Modellen und Systemen (Abstraktionsfähigkeit), erfinderische und gestalterische Fähigkeiten (Kreativität), Fähigkeiten im Umgang mit Menschen und in der Anleitung von Menschen (Argumentation, Kommunikation und Motivation) und Fähigkeit zur kritischen Reflexion der eigenen Tätigkeit und zur Übernahme von Verantwortung für das Ergebnis der Arbeit. Gleichzeitig erhalten die Studierenden aber auch die Möglichkeit, ihr Studium nach den eigenen Interessen und Vorstellungen zu gestalten, indem sie über die Auswahl von Lehrveranstaltungen ihre Kenntnisse in bestimmten Bereichen vertiefen.


Bachelor

Der Bachelor-Studiengang in Teilzeit gliedert sich in zwei Abschnitte: In den ersten acht Semestern werden die Grundlagen für ein wissenschaftlich fundiertes Elektrotechnikstudium, im neunten bis zwölften Semester ein breites Spektrum an allgemeinem wissenschaftlichen Elektrotechnikwissen vermittelt.
In den ersten acht Semestern (1. Studienabschnitt) ist dabei ein verpflichtendes Paket von Grundlagenfächern zu absolvieren, die durch praxisnahe Laborpraktika in den Fachbereichen flankiert werden. Im neunten bis zwölften Semester (Vertiefungsstudium bzw. 2.Studienabschnitt) sind den Studierenden neben einem obligatorischen Pflichtbereich erstmals Wahlmöglichkeiten gegeben und sie müssen aus den drei folgenden Vertiefungsmodulen wählen: Informationstechnik , Mikrosystemtechnik und Automatisierungstechnik.
Um Module im Vertiefungsstudium abschließen zu können, müssen allerdings zuvor mindestens 75 ECTS aus dem Grundstudium erreicht worden sein. Ausgenommen von dieser Regelung ist das Studium Generale.
In einer Regelstudienzeit von zwölf Semestern mit einem Gesamtleistungsumfang von 180 ECTS erwerben die Studierenden einen Abschluss, der internationalen Standards entspricht. Das Bachelorstudium wird mit der Bachelorarbeit abgeschlossen und ermöglicht die Einschreibung in das konsekutive Masterstudium.

An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass der 2. Studienabschnitt in einer berufsbildungsorientierten Variante absolviert werden kann, sodass die Studierenden alle Vorraussetzungen für den Masterstudiengang "Lehramt Berufskolleg Elektrotechnik (großes und kleines Fach ET)" erfüllen.
Allerdings befindet sich diese Möglichkeit in der Neu-Akkreditierung, so dass frühestens ab Anfang 2013 weitere Informationen dazu zur Verfügung stehen. Diese finden Sie dann auf der entsprechenden Informationsseite .

In der folgenden Grafik ist der Bachelorstudiengang Elektrotechnik in Teilzeit schematisch dargestellt, eine detailierte Beschreibung und Erklärung einzelner Fächer, Module und Wahlmöglichkeiten finden Sie in der Prüfungsordnung:

Master

Der forschungsnahe Master-Studiengang in Teilzeit vermittelt insbesondere die Fähigkeit, Problemstellungen der Elektrotechnik selbstständig zu analysieren und wissenschaftliche Methoden zu ihrer Beschreibung und Lösung zu erarbeiten.
In einer Regelstudienzeit von acht Semestern werden Module im Umfang von 120 Leistungspunkten (ETCS) im Rahmen von 60 Semesterwochenstunden absolviert, sowie die Master-Arbeit angefertigt. Durch dieses Studium erwirbt der Studierende den zweiten universitären akademischen Grad Master of Science, Electrical Engineering (M. Sc., EE), der internationalen Standards entspricht.
Im Master- Studiengang kann aus sechs Katalogen, den so genannten Studienmodellen, ausgewählt werden. Zur Verfügung stehen:

  • Energie und Umwelt
  • Kognitive Systeme
  • Kommunikationstechnik
  • Mikroelektronik
  • Optoelektronik
  • Prozessdynamik

Die Studienmodelle mit den Lehrveranstaltungen der jeweiligen Veranstaltungskataloge finden Sie im aktuellen Modulkatalog.

Studienverlaufsplan Master Elektrotechnik Teilzeit:

Zugangsvorraussetzungen

Bachelor

Der Bachelorstudiengang Elektrotechnik ist aktuell zulassungsfrei, d.h. es gibt keinen Numerus Clausus (NC). Studieninteressierte können sich im Sommer eines Jahres zum Studium einschreiben und haben bei Erfüllung der formalen Zulassungskriterien einen Rechtsanspruch auf den Studienplatz.
Das Studium selbst beginnt stets zum Wintersemester (Anfang Oktober).

Die formalen Zulassungskriterien richten sich nach dem Schulabschluss:

  • Allgemeine Hochschulreife/Abitur: Direkte Zulassung
  • Fachgebunde Hochschulreife im Bereich Technik: Direkte Zulassung
  • Fachhochschulreife im Bereich Technik: Benötigt Eignungsprüfung und gewisse Schulnoten. Mehr dazu finden Sie hier.

Master

Abschluss im Bachelorstudiengang Elektrotechnik der Universität Paderborn oder in einem gleichwertigen bzw. vergleichbaren Studiengang anderer (Fach-)Hochschulen. Die fachliche Vorbildung muss nachgewiesen werden. Sollte die Vorbildung nicht ausreichend sein, so können Auflagen erteilt werden.
Das Studium kann zum Winter- oder Sommersemester begonnen werden.

Industriepraktikum

Im Industriepraktikum sollen die Studierenden durch eigene Tätigkeit grundlegende Kenntnisse und Erfahrungen in denjenigen Betriebsbereichen erwerben, die sie später als Ingenieure beeinflussen und steuern werden. Es soll den Studierenden einen Einblick in die Organisation und Arbeitsmethoden eines Industriebetriebes, in die wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Probleme des Betriebsgeschehens sowie in deren Wechselwirkungen innerhalb des Betriebsablaufs geben.
Im Bachelor Studiengang Elektrotechnik ist ein Industriepraktikum von 12 Wochen abzuleisten. Dieses sollte vor dem Studium oder studienbegleitend bis zum Abschluss des vierten Semesters vollständig erbracht worden sein. Während des Praktikums ist ein Berichtsheft zu führen, das zusammen mit dem Praktikantenzeugnis zur Anerkennung beim Leiter des Praktikumsamtes des Instituts für Elektrotechnik und Informationstechnik einzureichen ist.
Ausnahme: Eine abgeschlossene elektrotechnische Berufsausbildung ersetzt i.d.R. das verpflichtende Industriepraktikum. Praktische Tätigkeiten außerhalb von Industriebetrieben (z. B. an öffentlichen Forschungseinrichtungen) können in einem begrenzten Umfang von maximal sechs Wochen anerkannt werden.

Die aktuelle Praktikumsordnung finden Sie hier .
Weitere Informationen zum Industriepraktikum finden Sie auf den Informationsseiten des Praktikumsamtes.

Empfehlung zum Industriepraktikum:

Da das Industriepraktikum nicht als Prüfungsleistung im Studiengang verankert ist, müssen die Studierenden sich selbstständig um einen Praktikumsplatz kümmern und insbesondere das Praktikum in ihrem Studienverlauf einplanen.
Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass es äußerst schwierig ist ein Praktikum im Umfang von 12 Wochen im Studium als Ganzes oder gestückelt ohne Verzögerung des Studiums selbst unterzubringen. Wir empfehlen daher das gesamte oder einen Großteil des Praktikums vor Studienbeginn abzuleisten.
Viele Abiturienten haben i.d.R. zwischen Abiturabschluss und Studienbeginn einen Freiraum von 4-5 Monaten. Dieser bietet sich u.a. an, um das Praktikum bereits vor Studienbeginn zu absolvieren.